Sensor defekt

Nach über 5 Jahren war es Zeit, meine Nikon D800 einmal zur Revision zu geben. Neben der allgemeinen Auffrischung würde dann auch gleich das Problem mit dem Farbfehler erledigt werden können (hoffentlich). Nikon vermutet aber einen Lichteinfall im Objektiv, deshalb musste ich das 16-35 mm-Zoom auch noch einschicken. Bin mal gespannt…

Ja, der Befund war dann eher ernüchternd: Das Objektiv ist nicht defekt (positiv), aber dafür der Sensor. Ein neuer kostet fast 1’000 Fr., mit dem Einbau und der Justierung würden dann über 1’400 Fr. fällig. So habe ich die Reparatur abgelehnt, für rund 700 Fr. mehr gibt’s ja heute eine D810. Eine CCD geht ja nicht einfach kaputt, vermutlich war sie schon immer schadhaft, nur hat man das wegen fehlender Langzeitbelichtungen nicht gemerkt. Und die Garantie ist seit über zwei Jahren abgelaufen.

Jetzt werde ich vorläufig mit meiner kaputten D800 weitermachen und mal schauen, wie sich dann, voraussichtlich im Oktober, die D850 präsentiert (Teaser Video).


Eigentlich wäre an dieser Stelle der Beitrag «Milchstrasse, Teil 2» vorgesehen gewesen.

Nachdem ich in einem zweiten Anlauf mindestens technisch alles richtig gemacht habe, fanden sich auf den Bildern störende Farbfehler. Typischerweise eine Folge von Streulicht, welches bei Langzeitbelichtungen über das Okular eintreten kann. Also bei Versuch 3 darauf geachtet, dass auch die Okularklappe verschlossen war. Leider ohne Erfolg.

28.5.2017 02:01. Blick vom Kreuzweg oberhalb Hemmental Richtung SW.

Was heisst das nun? Entweder hat der Sensor einen Fehler, der sich bisher einfach nicht manifestiert hat oder ich habe den Fehler mit meinen gelegentlichen, zwar sorgfältig durchgeführten Sensorreinigungen selbst verursacht. Aber da wird nur noch Nikon helfen können. Nach über 5 Jahren in Gebrauch hat die Kamera auch eine Auffrischung verdient. Bis dahin werden wir also auf den Beitrag «Milchstrasse, Teil 2» noch warten müssen.

Der Strich zeigt die Flugbahn eines Satelliten – kein Blinklicht, hat sich deutlich schneller bewegt als ein Flugzeug, aber viel langsamer als ein Asteroid oder eine Sternschnuppe. Blickrichtung Osten.

Den Standort habe ich vom Chlosterfeld noch etwas weiter nördlich und noch weiter von «zivilatorischen» Immissionen (Licht, Dunst) weg verschoben:

In der überwältigenden Masse der Sterne ist es jeweils gar nicht mehr so einfach, die Sternbilder zu bestimmen.
3.6.2017 02:06 Blickrichtung NO. Die Farbfehler sind deutlich erkennbar.
Blickrichtung Süden über die Stadt Schaffhausen, Cholfirst bis Üetliberg.
Die Quelle des grellen Lichts ist der zunehmende Mond.

Aber selbst mit Farbfehler üben die Bilder eine gewisse Faszination aus.

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