Wundkontrolle

Es hat schon Vorteile, wenn die Nachbarin auch gleich Hausärztin ist: Die Nachkontrolle lässt sich mit einem kurzen Hausbesuch in der Randzeit erledigen. Die Begutachtung fällt positiv aus. Auch der Grund des Schmerzes in der Nacht nach der Operation ist jetzt klar: Weil der Fuss derart geschwollen war, ist die Haut an der Fusssohle geplatzt oder aufgerissen und das hat das Gefühl verursacht, wie wenn ich auf einer heissen Herdplatte herumlaufen würde (siehe Eintrag «Morphium» vom 10.02.2015).
Gemäss ärztlichem Zeugnis bin ich bis am 23. März 100% arbeitsunfähig. Das zieht meines Erachtens nicht in Betracht, dass ich ja «Bürolist» bin und die SBB über eine sehr gute Homeworking-Infrastruktur verfügt. Die Hausärztin teilt diese Ansicht, meint aber, dass bis zum Entfernen der Fäden am nächsten Montag die Hochlagerung beibehalten werden müsse, aber danach ein Pensum von 50% und später noch mehr, möglich sei. Ich habe ja auch ein intrinsisches Interesse, in meinem Projekt weiterzuarbeiten, ich gehe ja nicht einfach meine Zeit absitzen. Allerdings wird die volle Arbeitsfähigkeit auch nach dem 23. März noch nicht gegeben sein, weil ich dann grundsätzlich langsamer unterwegs bin und auch mit Physiotherapie am muskulären Wiederaufbau des bis dahin sicher zum Streichholz geschrumpften Beines arbeiten muss. Das sind ja Aussichten.