Krücki

An den Übernamen «Öllö» habe ich mich inzwischen ja gewöhnt, aber neu ist jetzt «Krücki» angesagt.

Gottseidank ist das dann irgend mal wieder vorbei, es verändert das Leben schon grundlegend. Abgesehen davon, dass ich mit einem Rucksack im Haus herum humple, keine vollen Gläser oder Tassen rumtragen kann, geht einfach alles auch viel langsamer.

Der Spaltgips.
Der Spaltgips.

Spaltgips ausziehen zum Duschen am Morgen, wieder anziehen, Zeitungen holen, Kaffee machen (und hoffen, dass weder Wasser noch Bohnen nachgefüllt werden müssen und auch der Trester nicht voll ist), das dauert einfach ewig.

Rekord: Mit vier Schritten ein Stockwerk...
Rekord: Mit vier Schritten ein Stockwerk…

Die Treppe hoch ist ein mühsames Gehopse, Treppe runter – ein bisschen Spass muss auch sein – eine Herausforderung der besonderen Art (Madeleine sieht das zwar nicht gern): Wieviele Schritte brauche ich für ein Stockwerk? Der momentane Rekord steht bei 4 und ich glaube, der wird so auch bestehen bleiben, sonst wird’s einfach zu gefährlich.

Wundpflaster weg.
Wundpflaster weg.

Gips an- und ausziehen geht schon ganz ordentlich, seit ich das Bein wieder soweit biegen kann, dass ich bis zu den Zehen komme. Und endlich ist auch das Wundpflaster weg. Die Naht sieht gut aus, aber das Bein ist nach wie vor geschwollen. Vermutlich verstärkt wegen dem Blutverdünner Xarelto rauscht das Blut nach dem Aufstehen ganz unangenehm bis in die Zehenspitzen und färben Fuss und Unterschenkel blau-rot.