Sonnenfinsternis – klappt es diesmal?

Bisher endeten fast alle Versuche, ein Himmelsereignis abzulichten, mit einem Misserfolg.

Test für die bevorstehende Sonnenfinsternis
Testaufnahme mit dem NDx400-Filter. Es sind sogar Sonnenflecken erkennbar.

Die totale Sonnenfinsternis in Mitteleuropa am 11. August 1999 habe ich auf der Jagd nach einem Bild der Korona im strömenden Regen auf einem Autobahnkreuz in der Nähe Stuttgarts verbracht. Kein Bild, dafür Wasserschaden der Video-Kamera. Aber kein Problem: Am 3. September 2081 gibt’s ja die nächste.
Der 29. März 2006 war ein weiterer trüber Tag in Basel, wenigstens kamen einige (ziemlich schlechte) Bilder zustande.
Die partielle Mondfinsternis vom 31. Dezember 2009 erlebten wir bei klarer Sicht in Pany, hier wurden die Aufnahmen sehr gut.
Am 4. Januar 2011 verbrachte ich fast eine Stunde frierend unter Wolken auf dem Dach des Hauptsitzes der SBB Cargo in Basel – Nachdem ich die Ausrüstung zusammengepackt hatte und wieder in der Wärme sass, riss der Himmel auf und hätte tolle Bilder erlaubt. Inzwischen hatte ich aber den selbstgebastelten Filter aus Mylar-Folie schon wieder entfernt und war somit nicht mehr schussbereit…
Der Venustransfer vom 6. Juni 2012 war von Wolken verdeckt, aber kein Problem, im Jahre 2117 gibt’s ja schon den nächsten…
In der Nacht vom 11. auf den 12. August 2012 stand ich um 1 Uhr auf, um zwanzig Minuten später im Klosterfeld feststellen zu müssen, dass der Himmel zu verhangen war, um die Perseiden einzufangen. In der Nacht auf Sonntag entschloss ich mich nach einem Blick aus dem Fenster, keinen weiteren Versuch zu wagen und auch Mia, die unbedingt mitkommen wollte, nicht zu wecken.

Am nächsten Freitag besteht die nächste Chance, eine partielle Sonnenfinsternis (doch immerhin 70%) einzufangen. Es wird die stärkste sein in Mitteleuropa bis 2026…

Jedenfalls habe ich mir inzwischen einen NDx400-Graufilter besorgt, damit fällt schon mal die Fummelei mit der Mylar-Folie weg. Und die Testaufnahme ist vielversprechend herausgekommen.