Sommerferien Albonago

Null Stau am Gotthard

04.07.2015

Kurz vor Abfahrt müssen wir noch etwas umpacken. Der Kofferraum des Passat ist eben nicht so gross wie der des Touran. Ich muss mir Vorwürfe gefallen lassen wie «240 PS aber kein Platz» etc. Wir haben allerdings tendenziell eh zuviel dabei… Die Staumeldungen am Gotthard lassen auf eine kleiner werdende Schlange schliessen. Und tatsächlich, es hat absulut keinen Stau vor dem Tunnel. Nicht mal das Lichtsignal der Tropfenanlage war eingeschaltet. Einfach durchgefahren. Sowas haben wir schon lange nicht mehr erlebt.
In Albonago ist es heiss und das Gepäck muss die letzten 70 Meter zum Haus getragen werden. Es lockt dafür die Abkühlung im Pool. Und zum Znacht Spaghetti aglio e olio – Ferien eben!

Chillen mit der Patrouille Suisse

05.07.2015
Anlässlich der Harley Days in Lugano kamen wir noch zu einer Vorführung der Patrouille Suisse. Beste Sicht von unserem Gartensitzplatz aus.
Anlässlich der Harley Days in Lugano kamen wir noch zu einer Vorführung der Patrouille Suisse. Beste Sicht von unserem Gartensitzplatz aus.

Mia machte es gestern schon klar: Heute will sie den ganzen Tag im Bett bleiben und gar nichts machen. Die Drohung, am Nachmittag noch eine vierstündige Wanderung zu machen, ist wirkungslos verpufft. Wäre bei Temperaturen um 34° auch nicht wirklich toll.
Anlässlich der «Swiss Harley Days» fliegt die Patrouille Suisse zwei Vorführungen über dem Seebecken von Lugano. Wir haben natürlich Logenplätze. Sie fliegen nicht mehr mit F-5 Tiger Jets (die fallen langsam auseinander), deshalb ist es etwas weniger brachial als mit den PC-7 Turbotrainern, dafür feiner und von den Figuren her spektakulärer. Es erstaunt nur, dass die Patrouille Suisse für einen solchen Anlass fliegt. Wahrscheinlich kann man sie bald auch für Kindergeburtstage bestellen, Ueli Maurer macht alles für positive PR…
Beim Nachtessen habe ich plötzlich etwas Hartes im Mund, mache scherzhaft Madeleine den Vorwurf, so etwas in’s Risotto geschmuggelt zu haben, damit ich mir noch mehr Zähne abbreche. Sie meint, das sei doch das Provisorium, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das so aussieht und gebe es «frei zur Entsorgung». Mia nimmt’s und wirft’s in die steile Wiese ausserhalb unseres Sitzplatzes.

Zahnprovisorium im Gras und Lido di Lugano

06.07.2015
Lido di Lugano. Keine brütende Sonne am Morgen - wir wagen uns auf die Wanderung vom Monte Brè nach San Domenico, wo wir baden wollen. Irgendwie landen wir aber direkt wieder in Cassarate. Zum bad im REKA-Dorf reicht's dann schon noch.
Lido di Lugano vom Monte Brè aus. Unter dem Baum, zwischen 50m-Becken und Sandstrand, war unser Plätzchen.

Ich rufe beim Zahnarzt an und melde den Verlust des Provisoriums. Ich solle es mit Zahnpasta wieder reinkleben, lautet der Ratschlag. Ähem, ich hab’s ja nicht mehr. Also suchen. Ich klettere über den Zaun und beginne die steile Wiese abzusuchen, finde etwas, werfe es aber wieder beiseite. Es war eben doch das gesuchte Teil. Reinigen und mit Zahnpasta auf den präparierten Zahn kleben ist nicht ganz einfach, aber es geht und hält sogar (man wird sehen, wie lange).
Das Lido di Locarno hat letztes Jahr Massstäbe gesetzt, die vom Lido di Lugano nicht erreicht werden. Die Anlage ist schön, aber etwas angestaubt und vor allem saumässig teuer. Der See ist sauber, die Wassertemperatur angenehm (gegenüber 35° Lufttemperatur) und die Kinder sind mit Sunil und Nayen stundenlang im Wasser.
Bevor wir heimkehren, geht’s noch zum Einkaufen. Bei der Ankunft im Haus erschlägt einen die Hitze fast. Nach dem Essen heisst’s darum: Ab zum Pool. Weil gleichzeitig Grillabend ist, hat’s wenig Leute. Nicht, dass das uns gestört hätte.

Einfach nur heiss

07.07.2015

Nur gerade gar nichts machen wollten wir in diesen Ferien eigentlich nicht (also Madeleine und ich, bei den Kindern bin ich mir nicht so sicher). Aber es ist einfach zu heiss. Auch in der Nacht – ohne Duvet. Und so haben wir uns einen weiteren Tag am Pool «reingezogen», zum Znacht waren wir aber bei Francis-Sulzberger eingeladen, im Haus Jura, 203 Stufen weiter bergwärts. Die Sicht dort auf die nicht wirklich schöne Stadt Lugano ist zwar toll, aber schon sehr mühsam erkämpft. Und dann hat’s doch endlich ein wenig zu regnen begonnen. Der Wind, der Donner und die Blitze liessen zwar ein heftiges Gewitter erwarten, schliesslich waren es dann aber nur ein paar Tropfen.

Monte Brè und die verpasste Badi

08.07.2015
Keine brütende Sonne am Morgen - wir wagen uns auf die Wanderung vom Monte Brè nach San Domenico, wo wir baden wollen. Irgendwie landen wir aber direkt wieder in Cassarate. Zum bad im REKA-Dorf reicht's dann schon noch.
Keine brütende Sonne am Morgen – wir wagen uns auf die Wanderung vom Monte Brè nach San Domenico, wo wir baden wollen. Irgendwie landen wir aber direkt wieder in Cassarate. Im Bild das Dörfchen Brè sopra Lugano.

Am Morgen war der Himmel bedeckt und wir nahmen die Gelegenheit zu einer kleinen Wanderung wahr. Nach anfänglichem Mühden und Motzen wurden denn auch die Kinder wieder zum Selbstläufer, insbesondere beim Spielplatz auf dem Monte Brè. Von da wollten wir in das 553 Meter tiefer liegende Strandbad San Domenico absteigen. Irgendwo verpassten wir wohl den richtigen Weg und landeten ziemlich direkt in Cassarate, wo wir nach einen Migros-Picknick im Funicolare wieder nach Albonago hochfuhren. Inzwischen war es auch wieder sehr heiss geworden und wir beendeten den Nachmittag wie alle anderen – am Pool.

18 Mal Rodeln und fertig Hot Spot

09.07.2015
Rodel-Tag auf der Alpe Foppa
Die Rodelbahn auf der Alpe Foppa am Monte Tamaro, hoch über der Magadino-Ebene. Mario Bottas Cappella di Santa Maria degli Angeli sieht aus dieser Perspektive aus wie eine Sprungschanze in die Ewigkeit…

Das letztjährige Rodeln am Monte Tamaro war noch so präsent und man konnte die Kirche Mario Bottas auf der Alpe Foppa in 13.5 Km Entfernung von blossem Auge erkennen, so kam es, dass wir irgendwann dem Stürmen nachgaben und nochmals dahin fuhren. Zum Rodeln kamen die Kinder mit Tagesfreipässen bis zum Abwinken, gegen den anschliessenden Besuch im Splash konnten wir uns erfolgreich wehren. Auch Madeleine und ich machten je eine Fahrt mit, aber ehrlich gesagt, es ging uns etwas der Kick ab, dafür schmerzte der Rücken in den unbequemen Rodelsitzen. Aber die glücklichen Kindergesichter waren mehr als Entschädigung genug.
Dafür sorgte etwas anderes für lange Gesichter: Ich bekam eine Meldung, dass ich bereits 80% meines Datenvolumens konsumiert hätte und deshalb für das verbleibende Gigabyte eine verminderte Geschwindigkeit zur Anwendung komme. Es ist noch nicht einmal ein Drittel des Monats vorüber und 4 GB sind schon verbraucht! Ja, ich habe den Kindern erlaubt, sich über den Hotspot zu verbinden, hatte aber nicht damit gerechnet, dass sie derart exzessiv Gebrauch davon machen: 20Min runterladen, Galileo-Sendungen streamen etc. Alles abgeklemmt. In Pany werden wir im Gemeinschaftsraum einen WiFi-Zugang haben, der zwar eine minimale Bandbreite hat, aber wenigstens das 3/ 4G-Datenguthaben nicht belastet.

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