Schnee? Wo?

Nach der wenig erbaulichen Vorweihnachtszeit mit dem Tod meiner Mutter am 18. Dezember waren wir froh, wieder nach Pany zu kommen.

Inzwischen sind wir hier zum 13. Mal, so ist es wie eine Art zweite Heimat geworden. Und ob es nun Schnee hat oder nicht, ist (fast) nur sekundär. Allerdings gibt es dann doch noch einen Unterschied zwischen wenig und gar kein Schnee. Letzteres ist heuer der Fall. Die Abfahrt nach Pany erfolgte bei strahlendem Sonnenschein. Wir hatten zwar dreimal Stau (vor Autobahnausfahrt Landquart, vor Schiers und in Fideris nach einem soeben passierten Unfall), aber Schnee hat’s weit und breit keinen.

Mondaufgang
Auftakt zur klaren Vollmondnacht.

Schneesport nur auf Madrisa möglich, und auch da ist nur ein Lift in Betrieb für die Kunstschneepiste.

Erstaunlich gute Verhältnisse, nur Kunstschnee, aber wenig Leute
Erstaunlich gute Verhältnisse auf Kunstschnee, nur wenig Leute

Madeleine und  ich machen einen Spaziergang zur Mässplatte, einem Aussichtspunkt mit Panoramasicht übers ganze Prättigau. Auch Pany ist sichtbar mit dem erbärmlichen Stück Kunstschneepiste, das wie ein Blinddarm in der braunen Graslandschaft liegt.

Spaziergang zur Mässplatte
Spaziergang zur Mässplatte
Spaziergang zur Mässplatte. Sicht auf Pany und das schmale Band der Kunstschneepiste, die aber nicht in Betrieb ist
Sicht auf Pany und das schmale Band der Kunstschneepiste, die aber nicht in Betrieb ist.
Erstaunlich gute Verhältnisse, nur Kunstschnee, aber wenig Leute
Er nutzt die Thermik bei fast 15°

Wir sind ja heuer schon zum drittenmal zum letztenmal hier und das Rekalino-Programm wurde gestrichen, d.h. es gibt keine «kinderfreie» Zeit mehr. Oder eben doch. Heute sind Mia und Lily den ganzen Tag auf Madrisa und selbst Skifan Madeleine mag nicht auf der langweiligen Piste rumkurven. Also machen wir uns auf den Weg zum Partnun-See. Aber Madeleine bekommt Ohrenweh und wir kehren auf halber Strecke um. Die Kinder werden vom Snowboardlehrer Hitsch zurückgebracht, Mia ist total kaputt, Lily noch fit wie ein Turnschuh. Es folgt der spannende Hallenbadbesuch.

Einnachten
Einnachten
Erster Skischultag
Es kann auch anders aussehen. Mit Schnee, vor drei Jahren…

Der Sylvester Morgen war prachtvoll wie immer, aber es zeigte sich schnell, dass der mit dem schönen Wetter wohl zuende sein würde. Es war so. Bei den Kindern auf Madrisa schneite es sogar etwas, bei uns gab’s ein paar Regentropfen.

Phantastisches Farbenspiel
Phantastisches Farbenspiel

Madeleine und ich machten uns auf mit dem Poschi nach St. Antönien, um dann zur Bodenhütte zu wandern und mit dem Trotti nach Pany zu fräsen. Auf einem nicht markierten Weg sind wir direkt zur Bodenhütte gelangt, aber es war zu kalt, um mit dem Trotti zu fahren, also sind wir gleich weitergewandert. Nach exakt zwei Stunden ab St. Antönien waren wir wieder zurück. Eindrücklich ist eben schon, dass es auch weit über 1’7’00 m kein Schnee hat.

Die Kinder sind auf Madrisa, wir machen einen Spaziergang. Skilift in St. Antönien.
Skilift in St. Antönien.
Die Kinder sind auf Madrisa, wir machen einen Spaziergang
Madeleine kurz vor der Bodahütta

Beide, Mia und Lily, haben sich den Blauen Star im Snowboard «erkämpft».

Das neue Jahr begann dann wieder vielversprechend (nicht in Bezug auf den Schnee, sondern auf das Wetter). Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir vor der Abfahrt auf der Terrasse des Skiliftrestaurants noch einen Snack zu uns nehmen. Dass der Skilift am Neujahrstag in Pany nicht in Betrieb war, daran kann sich hier niemand erinnern.

Historisch wenig Schnee an der Talstation
Kein Ski-Betrieb am Neujahrstag, dafür Sonne satt.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.