Kleine grosse Welt

Modul 2 des Diplomlehrgangs Fotografie heisst «Makro und Available Light». Susi Venditti hat uns in eine Welt geführt, die unglaublich fasziniert.

Mal hier und da eine Nahaufnahme, das macht jeder und hat sich vielleicht auch schon mal geärgert, dass er eben nicht noch näher heran konnte. Willkommen in der Weld der Makro-Fotografie mit unzähligen Herausforderungen wie

  • minimale bis gar keine Schärfentiefe
  • extrem vibrationssensibel (Objekt oder Kamera)
  • schlechte Lichtverhältnisse durch Eigenschatten
  • sehr aufwändiges Setting

Die Natur öffnet bei «näherem Betrachten» ungeahnte Perspektiven und wir hatten die Möglichkeit, uns mit diversen Hilfsmitteln an einige heranzutasten.

Herbstblatt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich der kleinen Welt zu nähern:

  • Makro-Objektiv
  • Nahlinsen/ Vorsatzlinsen
  • Zwischenringe
  • Balgengerät
  • Umkehr-Ring
  • Lupenobjektiv

Aber was es fast immer braucht, ist eine stabile Ablage für die Kamera. Das kann ein Stativ sein (möglichst noch mit Makroschlitten) oder aber auch ein Sack Bohnen oder Reis.

Manuelle Einstellung der Schärfe ist vorzuziehen.

Die geringe Schärfentiefe kann durch Fokus-Stacking (Nikon nennt es Fokusverlagerung) künstlich wettgemacht werden: Dabei werden Bilder mit unterschiedlicher Schärfeebene kombiniert (z.B. in Photoshop). So ist es möglich, auch im Nahbereich eine gute Schärfentiefe zu erreichen.

Manuelles Fokus-Stacking mit 7 Aufnahmen.

Zu guter Letzt noch eine technische Aufnahme. Auch hier ist die Fokussierung nicht einfach und auch die Reflexionen sind ein Thema. Respekt vor Repro- und Produkt-Fotografen, die ihre Objekte so perfekt darstellen können (die bekommen auch Uhren, die nicht bald 20 Jahre alt sind…)

IWC Ref. 3706 Automatischer Fliegerchronograph, Jahrgang 1998.