Buebe-Schwinget am Chroberg

Letzte Vorbereitungen am frühen Morgen

Es ist schon ein Unterschied, ob man an einer Veranstaltung einfach Eindrücke sammelt oder mit einem bestimmten Ziel fotografisch unterwegs ist.

Schwingen würde ich jetzt nicht als mein bevorzugtes Themengebiet bezeichnen, aber gerade das machte den Auftrag spannend. Mein selbstgewähltes Thema war «Emotionen», später noch mit «Sägemehl» ergänzt.
Zuerst war ich etwas enttäuscht, denn so richtig mochten die Emotionen nicht hochgehen. Vor allem die Verlierer haderten mit sich und dem Kampf, für die Sieger schien es jeweils nur ein weiterer Schritt hin zum Schlussgang zu sein. Und auch die Unterstützung der Eltern blieb eher dezent – sehr wohltuend, wenn ich da an Schwimmveranstaltungen denke oder an Junioren-Fussballspiele.
Und obwohl es eigentlich eine «Kampfveranstaltung» war, war es völlig friedlich, ich kam mir teilweise vor, wie im falschen Film. Es könnte aber auch sein, dass ich mich sonst neben der Spur bewege und das die heile Welt repräsentierte.

Zwischendurch machte ich dann noch einen kurzen Abstecher auf den Kronberg (Chroberg).

Im folgenden die Bilder (zwischen 10 und 20), die ich zum Thema abgeliefert habe. Zu den technischen Erkenntnissen dann ganz am Schluss.

Nun, was sind die Lehren aus diesem (heissen) Tag?

  • Das Nikkor 80-400mm f4.5-5.6 ist für die Nikon D850 nicht wirklich geeignet. Der Autofokus ist relativ langsam und die Schärfe nur gerade noch so knapp akzeptabel. Tag und Nacht im Vergleich zum 70-200mm f2.8. Der einzige adäquate Ersatz wäre das Nikkor 180-400mm f4.0. Das liegt allerdings preislich jenseits… Stichtag 26.05.2018: Fr. 11’686.
  • Ich habe ein Problem mit der ISO-Automatik. Da hat es unerklärliche Sprünge in Bildserien drin, die nicht nachzuvollziehen sind. Das muss ich mit Nikon aufnehmen.
  • Auch hier ist manuell zu fotografieren ein Gewinn. Muss ich mehr machen.
  • Vermehrt schon im Vorfeld den Hintergrund mit einbeziehen. Gerade bei einem Thema wie dem gewählten kann ein unruhiger Hintergrund viel kaputt machen. Die Position muss so ausgewählt werden, dass eine gewisse Flexibilität möglich ist.
  • Auch in Jakobsbad gibt’s keinen Senf zur Olma-Bratwurst (bisher bin ich davon ausgegangen, dass dieses bornierte Verhalten auf St. Gallen begrenzt ist)…